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Achtung Frostsprengung

Zu Beginn der Klettersaison sollte vor allem Frühjahr und auch bei milden Wintern auf die vermehrte Frostsprengung in talnahen und südexponierten Kletterwänden auf Steinschlag achten. Im Frühjahr können die Temperaturen immer noch unter den Gefrierpunkt sinken. Bedingt durch die großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht kann es vermehrt zur Frostsprengung kommen. 

Das Schmelzwasser sickert untertags in Risse und Felsritzen ein, gefriert über Nacht und taut durch die Sonneneinstrahlung wieder auf. Deshalb muss auch in talnahen Wänden vermehrt mit Steinschlag gerechnet werden. Ebenso können dadurch auch jahrelang benutze Fels-Schuppen und Griffe in Kletterrouten locker sein und schon bei geringster Belastung ausbrechen!

Aber auch Eisschlag ist ein Thema: durch die Sonneneinstrahlung können ohne Vorwarnung tonnenschwere Eiszapfen, welche sich in der Wand gebildet haben, abbrechen. Das Kuratorium für alpine Sicherheit rät deswegen schon beim Zustieg einen Blick auf die gesamte Wand zu werfen und nach Eisstrukturen Ausschau zu halten und ggf. die Sektoren oder den Klettergarten zu meiden.