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Neuerscheinungen und Neuauflagen in der Alpinfibel-Reihe des Österreichischen Kuratoriums für alpine Sicherheit

 

Klettersteiggehen boomt!

Die Verkaufszahlen für Klettersteigsets steigen rasant nach oben und auch die Anzahl der Steiganlagen nimmt jährlich zu. Rechtzeitig zur Klettersteigsaison 2011 bringt das Österreichische Kuratorium für alpine Sicherheit die erste Klettersteigfibel heraus.
Inhalte: Klettersteigarten u. Schwierigkeitsbewertungen, normgerechte Ausrüstung, Klettersteig -Sets und ihre Handhabung, Notfallausrüstung, Risikofaktoren am Klettersteig, objektive Gefahren, Planung von Klettersteigtouren, Klettertechnik und -taktik, Kinder am Klettersteig, uvm.
 

Erste Hilfe für Bergsteiger und Schifahrer

Die Erste Hilfe Fibel hat sich als Standardwerk für Bergsportler etabliert. Klein, handlich kompakt, findet man alle Infos und Lösungen zu medizinische Komplikationen am Berg.
Nun ist bereits die fünfte Auflage erschienen, welche komplett überarbeitet, erweitert und auf den neuesten Wissensstand gebracht wurde.
Inhalte: alpiner Notfallalgorithmus, lebensrettende Sofortmaßnahmen am Berg, Beschreibung der gängigsten alpinspezifischen Gesundheitsstörungen, alpine Bergetechniken und Patientenlagerungen, alpiner Notruf und Hubschrauberrettung, Inhalte der Bergsteigerapotheke, uvm.
 
Die Fibel-Reihe des Österreichischen Kuratoriums für alpine Sicherheit hat sich mittlerweile zum Standardwerk für die einzelnen Bergsport-Disziplinen (Lawinen, Erste Hilfe, Wandern Sport- bzw. Eisklettern) etabliert: auf eine praxisorientierte Umsetzung - von Bergsteigern für Bergsteiger - der Inhalte sind ebenso ein Qualitätsmerkmal wie die prägnante und übersichtliche Darstellung (Dank des attraktiven Layouts). Somit sind die Dinge das Nachschlagwerk und durch das handliche Format (A6) finden sie in jedem Rucksack Platz und sind so immer griffbereit zur Stelle. Ein hochwertiger Druck mit foliiertem, robustem und wasserfestem Einband sorgt zudem für ein langes Überleben im Rucksack…
 

Klettersteigfibel

 1. Auflage 2011, 120 Seiten, vierfärbig, DIN A6

 

Erste Hilfe Fibel

5. Auflage 2011, 132 Seiten, vierfärbig DIN A6

 

Weitere Themen in der Alpinfibelreihe

Wandern, Sportklettern, Lawinen, Eisklettern
Einzelpreis: € 4.-/Stück zzgl. Versandkosten – Mengenstaffelung bereits ab 20 Stück
Erhältlich beim Österreichischen Kuratorium für Alpine Sicherheit, Olympiastrasse 10, A-6020 Innsbruck bzw. online auf http://www.alpinesicherheit.at bzw. per Mail an bestellungen@alpinesicherheit.at

Pressegespräch 10.8.2011: Klettersteigunfälle in Österreich

Klettersteiggehen ist „in“: immer mehr ambitionierte Wanderer entdecken die Via Ferrata als neues Betätigungsfeld für sich. Bieten diese „Eisenwege“ ihnen doch die Chance in steile Wände hinein zu schnuppern, welche normalerweise nur Kletterern vorbehalten sind. Es ist also kein Wunder, dass aufgrund der gestiegenen Zahl der Aktiven auch die Anzahl der Unfälle steigt, wie die Alpinunfallstatistik des Österr. Kuratoriums für Alpine Sicherheit zeigt.

Hauptursache für Klettersteigunfälle ist sog. „Blockieren“. Der Begeher kann am Steig nicht mehr weiter aufsteigen und gerät in Bergnot. Gründe dafür sind: einerseits Überforderung, weil der Bergsteiger den technischen und/oder psychischen Anforderungen des Klettersteiges nicht gewachsen sind. Andererseits ist auch die physische Überforderung einer der Hauptgründe: vielen Personen geraten deswegen am Klettersteig in Bergnot, weil ihnen ganz einfach die Kraft ausgeht – durch eine vernünftige Tourenplanung könnte oftmals ein Ausrücken der Bergrettung vermeiden werden!
 
Seit dem 1.11. 2005 sind 32 Personen auf Klettersteigen gestorben – im Schnitt also 5-6 Personen pro Jahr.
Bei der Verteilung nach Geschlecht, sieht man ganz klar, dass zu einem Großteil Männer am Klettersteig tödlich verunfallen - bei der Verteilung nach Länder zeigt, dass v.a. Österreicher unter den Todesopfern zu beklagen sind.
Haupt-Todesursache am Klettersteig ist Abstürzen, weil die Opfer entweder ungesichert unterwegs waren (keine Klettersteigausrüstung angelegt) oder diese zum Unfallzeitpunkt nicht am Stahlseil eingehängt waren.
 
Quelle: Alpinunfallstatistik des Österr. Kuratoriums für Alpine Sicherheit.
Zusammen mit den alpinen Institutionen Österreichs  und dem BMI wurde ein systematischer Datenerhebungsbogen für Alpinunfälle wurde erstellt, welcher seitdem von der Alpinpolizei bei jedem (!) Alpinunfall in Österreich erhoben wird.
Diese (anonymisierten) Daten werden dem Kuratorium für Alpine Sicherheit zur Verfügung gestellt. Als Plattform der alpinen Szene in Österreich informiert das Kuratorium gemeinsam mit seinen Partnern über aktuelle Zahlen und Trends. Die Datenbank umfasst mittlerweile über 42.000 Alpinunfälle mit mehr als 1,5 Millionen Informationen! Solch eine umfangreiche Datenbank zum alpinen Unfallgeschehen ist einzigartig in Europa und wird in sämtlichen Alpenländern als das Referenzprojekt gehandelt, um welches Österreich international von vielen alpininteressierten Institutionen und Organisationen beneidet wird.