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Faszination Bergwandern, aber sicher

Die Urlaubszeit ist noch voll im Gange und lockt nach wie vor viele Wanderer und Bergsteiger in das Gebirge. Das Risiko beim Bergwandern zu verunfallen ist insgesamt gering, jedoch bringen Outdoor-Sportarten natürlich auch immer Risiken mit sich.

Das Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit empfiehlt einige Punkte zur Unfallvorbeugung. Jede genussreiche und sichere Wanderung sollte mit einer Tourenplanung und einer realistischen Selbsteinschätzung beginnen. Ob eine Wanderung zum Genuss wird oder sprichwörtlich „ins Wasser fällt“, ist keine Glücksache, sondern eine Frage der Vorbereitung. Der Wetterbericht ist ein wichtiger Faktor der Unfallprävention.

Sicher Bergwandern
Der Rat des Kuratoriums: „Schon bei der Tourenplanung sollte der Wetterbericht berücksichtigt werden. „Wenn die Wetterverhältnisse nicht für die geplante Tour passen, dann sollte man sein Ziel abändern und kein unnötiges Risiko eingehen“.
Kommt der Bergsteiger dennoch in Bergnot, so gilt es einen klaren Kopf zu bewahren und sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen. Falls es die Situation erfordert bzw. wenn es zu einem Unfall kommt, wird die Unfallstelle abgesichert, der Verunfallte geborgen oder vor weiterem Abrutschen/Absturz gesichert. „Der Eigenschutz geht hier vor!“
 
Empfehlungen
  • Kondition und Ausdauer: Es ist für eine gute Portion Ausdauer für den Auf- und Abstieg zu sorgen. Nur im gesunden und trainierten Zustand aufbrechen. Die Muskelkraft und das Balancegefühl sind zu pflegen, damit man gut über Stock und Stein steigen kann.
  • Herz- und Kreislaufschwächen sind ernstzunehmende subjektive Gefahrenquellen. Wanderungen sollten ausgeruht und gut verpflegt gestartet werden, ggf. im Vorfeld einen Sportmediziner aufsuchen.
  • Eine solide Tourenplanung, die an die Verhältnisse, das Gelände und den Menschen angepasst ist, schützt vor bösen Überraschungen. 
  • Den aktuellen Wetterbericht zeitgerecht einholen und in die Tourenplanung einfließen lassen. Besonders wichtig für den Tourentag ist, ob irgendwelche Wettergefahren prognostiziert sind (Gewitter, Temperatur, Niederschlag, Wind, Sicht).
  • Eine realistische Selbsteinschätzung empfiehlt sich, um unter der Leistungsgrenze zu bleiben und Reserven zu bewahren.
  • Orientierungs- und Führermaterial einstecken (Karte, Führer, GPS u.a.)
  • Die passende Ausrüstung mitnehmen. Zur Stabilisierung und zur Entlastung des Bewegungsapparates können Wanderstöcke von Vorteil sein.
  • Genügend Essen und Trinken auf der Tour mitführen.
  • Eine Notfallausrüstung mitführen: Handy (Notruf 140, Euronotruf 112), Rettungsdecke, Erste Hilfe, Biwaksack
  • Das Tourenziel zu Hause bekannt geben und Änderungen rückmelden bzw. kommunizieren.
Weiterführende Links und Tipps:
Stand: 31.08.2017 - Fotos Titel und Seite: © Dagmar Walter