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Zwischenbilanz Sommersaison 2015

Erläuterungen zur Datengrundlage

Auswertungszeitraum: immer 1.5. bis 10.9. des Jahres

Die Auswertungen basieren auf den erhobenen Daten der Alpinpolizei; d.h. z.B. immer wenn ein Notruf bei einer Leitstelle eingeht oder bei einem Alpinunfall Verdacht auf Fremdverschulden besteht, wird in Österreich dieser Unfall von der Alpinpolizei aufgenommen. Unfälle unbest. Grades, wo die Verunfallten selbständig den nächsten Arzt oder Krankenhaus aufsuchen werden nicht erfasst.

Kontakt
Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit
Olympiastraße 10,
6020 Innsbruck
ww.alpinesicherheit.at
office@alpinesicherheit.at
Karl Gabl


Prof. Dr. Karl Gabl

 Präsident des Österr. Kuratoriums für Alpine Sicherheit
Meteorologe
staatl. geprüfter Berg- und Skiführer
Peter Veider


Peter Veider

Ausbildungsleiter und Geschäftsführer der Bergrettung Tirol
staatl. geprüfter Berg- und Skiführer
Norbert Zobl


Generalmajor Norbert Zobl

Stellvertretender Landespolizeidirektor und Leiter Alpinpolizei in Tirol
Polizeibergführer
staatl. geprüfter Berg- und Skiführer

Zusammenfassung

  • Die Zahl der Verunfallten im alpinen Raum in der Sommersaison 2015 ist gegenüber dem Vergleichszeitraum (1.5. bis 10.9.) leicht zurückgegangen.
     
  • Aufgrund des sehr schönen und heißen Sommers dürften heuer besonders viele Menschen im Hochgebirge unterwegs gewesen sein und trotzdem sind die Unfallzahlen über die ganze Saison gesehen, nicht nennenswert angestiegen.
     
  • Zeitlich gesehen, sind die tödlichen Unfälle in einem kurzem Zeitraum passiert: innerhalb von ein paar Wochen sind fast 60 Prozent aller tödlichen Unfälle passiert – alleine in der Woche zwischen 29. Juni und 5. Juli gab es 13 tödliche Alpinunfälle in Österreich.
     
  • Die Zahl der tödlich verunfallten Personen ist österreichweit leicht angestiegen, liegt aber deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt.

     
  • Den stärksten Rückgang an tödlichen Verunfallten gab es in Kärnten (-55%). Die größten Zuwächse gab es in Vorarlberg und Niederösterreich, wo sich die Zahl fast verdreifacht hat.
     
  • Bei der Aufteilung nach Bergsportdisziplinen ist natürlich das Bergwandern die größte Gruppe, da hier mit Abstand am meisten Aktive unterwegs sind.
     
  • Bei den tödlich verunglückten Bergwanderern, war der Großteil Inländer (46%). Zusammen mit der zweitgrößten Gruppe, deutschen Staatsbürgern (36%) kommen über 80% der Toten beim Bergwandern aus diesen beiden Ländern.