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Zwischenbilanz Wintersaison 2014/ 15

Erläuterungen zur Datengrundlage

Die Auswertungen basieren auf den erhobenen Daten der Alpinpolizei; d.h. z.B. immer wenn ein Notruf bei einer Leitstelle eingeht oder bei einem Alpinunfall Verdacht auf Fremdverschulden besteht, wird in Österreich dieser Unfall von der Alpinpolizei aufgenommen. Unfälle unbestimmten Grades, wo die Verunfallten selbständig den nächsten Arzt oder Krankenhaus aufsuchen (z.B. häufig bei Skiunfällen, weil die Unfallfolgen erst später sichtbar werden), werden nicht erfasst.
 

Kontakt
Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit
Olympiastraße 10, 6020 Innsbruck
ww.alpinesicherheit.at - office@alpinesicherheit.at

Prof. Dr. Karl Gabl
 

  • Präsident des Österr. Kuratoriums für Alpine Sicherheit
  • Meteorologe
  • staatl. geprüfter Berg- und Skiführer

Peter Veider
 

  • Ausbildungsleiter und Geschäftsführer der Bergrettung Tirol
  • staatl. geprüfter Berg- und Skiführer

Generalmajor Norbert Zobl
 

  • Stellvertretender Landespolizeidirektor und Leiter Alpinpolizei in Tirol

  • Polizeibergführer
  • staatl. geprüfter Berg- und Skiführer

Zusammenfassung

 

 Alpiner Skilauf: Skipisten/Skirouten

  • deutliche Abnahme der Unfälle und Verunfallten – im Schnitt um rund ein Viertel
  • anlag dazu starker Rückgang der tödlich Verunglückten um mehr als 25 Prozent!
  • Mehr als die Hälfte verstarb aufgrund von internen Notfällen à Skifahren ist nur der Auslöser, aber nicht der Grund für Herz-Kreislaufversagen
  • Fahrerfluchtunfälle medial überpräsent: ebenfalls Rückgang bzw. Tendenz gleichbleibend bzw. leicht fallend
 
 

Lawinenunfälle

  • Winter 2014/15 war durch einen sehr instabilen Schneedeckenaufbau geprägt: dadurch sehr viele Lawinenabgänge mit Personenbeteiligung
  • Vergleich mit Vorsaison täuscht, da diese außerordentlich „Lawinenarm“ war – ähnlich lawinenintensive Winter hat es in jüngster Zeit in den Saisonen 2012/13 und 2007 bis 2010 gegeben – allg. Trend an Todesopfern eher rückläufig – Anzahl an Unfällen steigt stetig.
  • fast zwei Drittel der tödlichen Lawinenopfer verunglückten beim Skitourengehen, rund 30% der Lawinentoten waren Variantenfahrer/Freerider