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alpinmesse 2014

Alpinmesse: Wo man dabei sein muss

 

16.320 Stunden Beratungsgespräche an zwei Tagen auf 160 Ständen mit 12.000 Menschen. So das kurze Resümee der neunten Alpinmesse, die vergangenes Wochenende in der Messe Innsbruck stattfand. Inhaltlich passierte jedoch ein vielfaches.

 
„Die Messe schließt in fünf Minuten. Die Veranstalter bedanken sich bei allen Besucherinnen und Besuchern und freuen sich auf das Wiedersehen im November 2015.“ Die Durchsage verhallt scheinbar ungehört, denn noch immer befinden sich Hunderte Menschen in den Hallen. Die Kinder messen sich an den Klettertürmen des ÖAV oder der Kinderfreunde. An den Ausstellerständen laufen noch intensive Gespräche. Niemand schlendert orientierungslos durchs Gelände, immer gibt es den nächsten interessanten Punkt, den es zu entdecken gilt. „Das ist die beste Bergsportmesse weltweit neben der in Boston und London“, lobt auch R. Joel Loane. Der Unternehmer aus Utah, USA, ist heuer erstmals mit seinen Trainingsgeräten für Skisportler mit dabei.
 

Angebot restlos ausgebucht

„Schon vor Beginn der Messe waren alle 60 Workshops restlos ausgebucht“, informiert Doris Lanzanasto. Die Leiterin der Alpinmesse sieht darin einerseits einen Gradmesser dafür, dass das Angebot passt. Viel wichtiger ist ihr aber, dass „das Thema Eigenverantwortung super wahrgenommen wird“. Seit neun Jahren schafft es die Alpinmesse, seine Besucherinnen und Besucher perfekt auf den Winter vorzubereiten. In Workshops, Fachvorträgen und im direkten Gespräch werden die aktuellen Alpinsportthemen aufgegriffen. Heuer etwa erstmalig zum Thema Hochtourentraining oder  der kompetente Umgang mit Lawinenlageberichten oder spannende Fachvorträge auf der Reisebühne.
 
Der Renner nicht nur für die Tausenden jungen Leute auf der Alpinmesse war heuer das neue Freeride Village. Neben hipper Mode und neuesten Tools gab es dort auch inhaltliche Inputs und viel Netzwerken – nicht selten nur auf Englisch.
 

Mündige Bergsportler

„Auch bei der Suche nach Expansion halten wir den Blick auf unsere mündigen Konsumenten“, betont Lanzanasto. Perfekt gelungen ist dies mit der Fachtagung der Alpinrettung, einer medizinischen Fortbildung für Bergretter, Alpinpolizisten und Flugretter.
 
Der Schwerpunkt heuer war dem Kindernotfall gewidmet. „Es ist die Mischung aus Information und Unterhaltung, die jährlich mehr Menschen zur Alpinmesse lockt“, resümiert Lanzanasto. Die Besucherinnen und Besucher befassen sich intensiv mit den Angeboten, setzen sich mit den Inhalten auseinander.
 

Gäste aus Neuseeland

„Und jährlich reisen die Menschen noch weiter zur Messe an“, beobachtet Karl Gabl. Der Präsident des Kuratoriums für Alpine Sicherheit ist gleichzeitig auch der Gastgeber der Alpinmesse. „Ich kenne kein Land, wo sich so viele gut organisierte Verbände mit dem Thema Sicherheit im alpinen Bereich auseinandersetzen“, sagt Gabl. „Wir bemühen uns, dieses große Anliegen bestmöglich und jährlich neu auf der Alpinmesse zu vertreten.“ Ziel soll sein, dass nicht nur die Sicherheit der einheimischen bergaffinen Menschen im Mittelpunkt steht. „Wir möchten auch die Touristiker schulen, dass sie ihren Gästen Informationen erschließen“, wünscht sich Gabl.
 
Dass die Drehscheibe Alpinmesse auf einem guten Weg ist, beweisen die vielen internationalen Rückmeldungen. Nicht nur, dass aus allen Tiroler Bezirken Menschen die Veranstaltung stürmten. Viele kamen aus den anderen Bundesländern, aus Bayern und Südtirol. Markant aber stieg der Anteil an Menschen aus ganz anderen Erdteilen, wie die junge Familie aus Neuseeland, die mit dem umgebundenen Baby durch die Messe zogen, um sich aufs Skifahren in ihrer Heimat perfekt vorzubereiten. Sie hatten von dem Angebot  gehört und sich kurzfristig entschieden einen Stopp einzulegen. „Schade, dass es so etwas bei uns nicht gibt“, bedauerten sie.

Der Termin für die alpinmesse 2015 steht bereits fest: 07. - 08. November 2015 in der Messe Innsbruck!
 
Fotos zur Eröffnung / alpinmesse 2014 sind zu finden auf www.alpinmesse.info/de/downloads/
 

FACTBOX
www.alpinmesse.info
Termin: Samstag, 15., 10 bis 19 Uhr, und Sonntag, 16. November, 10 bis 18 Uhr 
Veranstalter: Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit, die Dachorganisation der Alpinen Szene Österreichs.
Aussteller: über 160 Aussteller aller Topmarken, erstmals Hallen A + B, Messe Innsbruck
Rahmenprogramm: Multivisionsshows mit Simone Moro und Guido Unterwurzacher
Freeride Village und offener Bouldercup
Über 60 Workshop-Termine, kostenlos, mit Anmeldung: LVS-Training, GPS, Lawinenlagebericht, Tourenplanung, Gelände & Hangneigung, Höhenverträglichkeit, Notfall im Gebirge Samstag und Sonntag, ganztags in den Seminarräumen