
Pisten-Ordnungs-Entwurf (POE)
Zusammengestellt von Dr. Josef Pichler, Dr. Hiltscher, Dr. Peter Reindl im Auftrag des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit.
1. Geltungsbereich Dieses Gesetz gilt für Skipisten. Als solche gelten Abfahrtsstrecken und Übungshänge, die allgemein und regelmäßig von zahlreichen Skifahrern benützt werden. 2. Skiausrüstung Der Skifahrer hat sich so auszurüsten, daß er andere nicht mehr als gewöhnlich gefärdet. 3. Wahl der Abfahrtstrecke Der Skifahrer muss bei der Wahl der Abfahrtsstrecke sein Können berücksichtigen. 4. Beobachtungs- und Wartepflicht des anfahrenden oder in die Piste einfahrenden Skifahrers Den anfahrenden oder in eine Skipiste einfahrenden Skifahrer trifft gegenüber den abfahrenden Skifahrern die Bobachtungs- und Warteverpflichtung; er hat sich auch davon zu überzeugen, daß er ohne Gefährdung Nachkommender den Lauf beginnen oder fortstzen kann. 5. Kontrolliertes Fahren Der Schifahrer hat so kontrolliert zu fahren, daß er jedem Hindernis ausweichen oder vor diesem anhalten kann; er hat insbesondere die Gahrgeschwindigkeit seinem Können, dem Gelände, der Schneeebschaffenheit und dem Vorhandensein anderer Personen anzupassen. 6. Fahren auf Sicht Der Skifahrer hat während der Fahrt das Gelände und die anderen Personen vor sich ständig genau zu beobachten, alle möglichen Hindernisse berücksichtigen und auf Sicht zu fahren. 7. Notsturz Falls dem Skifahrer rechtzeitiges Anhalten oder Ausweichen nicht möglich ist, hat er sich hunzuwerfen, um einen drohenden Zusammenstoss mit einem anderen zu vermeiden oder die Wucht des Aufpralles zu verringern, wenn dies zumutbar und unter den gegebenen Verhältnissen zur Gefahrenminderung zweckmäßig erscheint. 8. Vorrang des vorderen, langsameren Schifahrers Der hintere, schnellere Skifahrer hat seine Fahrweise dem vorderen, langsameren Skifahrer anzupassen; dieser hat Vorrang gegenüber dem hinteren Fahrer. Der Skifahrer ist nicht verpflichtet, während der Fahrt die Läufer hinter sich zu beobachten, jedoch hat der die Piste querende Skiläufer auch nach oben zu beobachten und auf von oben kommende Läufer Rücksicht zu nehmen. 9. Sicherheitsabstand Der hintere Skifahrer hat gegenüber dem vorderen Skifahrer, der überholende oder vorbeifahrende Skifahrer gegenüber den vor ihm fahrenden oder stehenden Personen einen angemessenen Sicherheitsabstand einzuhalten. 10. Vorrang des geschleppten Skifahrers Der vom Skilift geschleppte Skifahrer hat Vorrang gegenüber den die Lifttrasse querenden Personen. 11. Verweilen auf der Abfahrtsstrecke Der Skifahrer darf an einer unübersichtlichen oder engen Stelle einer Skipiste nicht unnötig verweilen; dies gilt auch für den gestürzten Skifahrer. 12. Aufsteigende Skifahrer und Fussgänger Aufsteigende Skifahrer und Fussgänger dürfen im allgemeinen nur den Rand einer Abfahrtstrecke benützen. 13. Beachtung der Zeichen Jedermann hat die Zeichen an den Skipisten zu beachten. 14. Pistenbenützung Skipisten dürfen nur mit Skiern und solchen Wintersportgeräten benützt werden, die eine besondere Gefährdung anderer Benützer nicht herbeiführen. 15. Tiere auf Pisten Niemand darf während des Skibetriebs Tiere auf der Abfahrtsstrecke frei herumlaufen lassen. 16. Verhalten bei Unfällen Alle an einem Skiunfall beteiligten Personen haben anzuhalten, einander ihre Namen und Anschriften bekanntzugeben und den verletzten Personen die erforderliche und zumutbare Hilfe zu leisten. 17. Andere Skipistenbenützer Die für Skifahrer erlassenen Bestimmungen gelten auch für die Benützer anderer Wintersportgeräte auf Skipisten.
Richtiges Schleppliftfahren Richtiges Verhalten der Schiläufer vermeidet Wartezeiten und verhindert Unfälle. 1. Anstellen Stellen Sie sich geordnet an, bei Tellerliften einzeln, bei Liften mit Doppelbügeln paarweise; so schonen Sie eigene und fremde Schier und vermeiden Stockungen. 2. Einsteigen Treten Sie zügig an dei Einstiegsstelle, nehmen Sie beide Stöcke in die äußere Hand, um die andere für den Schleppanker frei zu haben. 3. Anfahren Setzen Sie sich nicht auf den Schleppbügel! Bleiben Sie stehen, lehnen Sie sich leicht gegen den Bügel und lassen Sie sich schieben. Gleitende Schritte erleichtern das Anfahren. 4. Verhalten während der Fahrt Belasten Sie bei offener Schiführung beide Schier gleichmäßig. Lehnen Sie sich weder nach außen noch auf den Partner, dann halten Sie das Gleichgewicht besser. 5. Spur halten Bleiben Sie in der Schleppspur, fahren Sie nicht "Slalom" und steigen Sie nicht vorzeitig aus, sonst gefährden Sie sich und andere. 6. Verhalten nach einem Sturz Wer in der Liftspur stürzt, muss sich bemühen, die Spur sofort frei zu machen. Nachfolger können kaum ausweichen. 7. Vorbereitung auf den Ausstieg Bereiten Sie sich rechtzeitig auf das Aussteigen vor. Achten Sie darauf, dass sich der Schleppbügel nicht in Ihrer Kleidung verfängt. 8. Aussteigen Steigen Sie zügig aus, lassen Sie den Bügel in Fahrtrichtung aus und werfen Sie ihn nicht achtlos zur Seite. 9. Verlassen der Ausstiegsstelle Verlassen Sie dei Ausstiegsstelle sofort. Machen Sie Platz für nachfolgende Schifahrer, damit es nicht zu Kollisionen kommt oder Sie von einem pendelnden Liftbügel getroffen werden. 
|