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Alpinunfälle - Bericht Sommer 2020

Anzahl alpiner Unfälle in Österreich im Sommer 2020 um 32 Prozent gestiegen, mehr Einheimische benötigten Rettung

 

2.527 verletzte Bergsportler und 122 Alpintote in Österreichs Bergen: Die Alpinunfallstatistik des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit stellt für den Zeitraum vom 1. Mai bis 30. September 2020 eine Zunahme an Alpinunfällen von mehr als 30% im Vergleich zum Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre fest. In diesem Zeitraum ereigneten sich insgesamt 3.204 Unfälle, die von der Alpinpolizei aufgenommen wurden. 74% der tödlichen Unfälle (90 Tote) ereigneten sich in den Monaten Juli, August und September. Wobei die Kalenderwochen 30, 31, 33, 34 und 38 einen traurigen Peak darstellen. In diesem Zeitraum gab es mehr als 200 Alpinunfälle pro Woche. Allein in der letzten Juliwoche (KW 31) registrierte die Alpinpolizei 268 Unfälle – Tote, Verletzte und Unverletzte sind in dieser Zahl zusammengefasst. Insgesamt verunfallten mehr Männer (60%) als Frauen (40%).

BETRACHTUNGSZEITRAUM: 01.05.2020 bis 30.09.2020


Abfrage Datenbank: 05.10.2020


Download - Bericht Sommer 2020

Alpinpolizei Bergrettung Innsbruck ÖKAS
Bruno Berloffa_Landesleiter Stellvertreter ÖBRD Land Tirol Major Viktor Horvath_Leiter Alpinpolizei Tirol Peter Paal_Präsident ÖKAS

Erläuterungen zur Datengrundlage

Die Auswertungen basieren auf den erhobenen Daten der Alpinpolizei. Von der Alpinpolizei werden sämtliche gemeldeten Unfälle im alpinen Gelände unabhängig vom Verletzungsgrad erhoben. Im organisierten Skiraum, also im Bereich der Skipisten und Skirouten sowie auf Loipen werden die Unfälle nur dann erhoben, wenn ein Verdacht auf Fremdverschulden besteht oder der Unfall für einen der Beteiligten tödlich endet. Die vorliegenden Auswertungen spiegeln die Unfallzahlen zum Abfragezeitpunkt wider und geben keine Garantie auf Vollständigkeit. Einträge in der Alpinunfalldatenbank können auch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.


Aufnahmedatum Alpinpolizei

Bei Lawinenunfällen und bei tödlichen Unfällen erfolgt die Aufnahme und Eingabe in die Datenbank innerhalb von 24 Stunden. Alle anderen Unfälle werden innerhalb von 7 Tagen in der Datenbank der Polizei (PAD „Protokollieren Anzeigen Daten“) erfasst.
 

Experteninterview

Peter Paal, Präsident Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit
Bruno Berloffa, Landesleiter Stellvertreter ÖBRD Land Tirol
Viktor Horvath, Leiter Alpinpolizei Tirol (BM. I)


Kontakte

Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit
Peter Plattner 
+43 664 4077004, peter.plattner@alpinesicherheit.at

Österreichischer Bergrettungsdienst, Land Tirol 
Bruno Berloffa, Mag. Ing. 
+43 664 5320142, landesleiterstv2@bergrettung.tirol

Landespolizeidirektion Tirol, Alpindienst
Major Viktor Horvath, B.A.
+43 664 2552290, viktor.horvath@bmi.gv.at

Stand: 29.10.2020 - Fotos News & Seite: © Bergrettung Innsbruck, Alpinpolizei, ÖKAS © Regina Sterr
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