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Harschige Hänge - Sturz auf Skitour

In den letzten 10 Jahren verunfallten im Durchschnitt pro Jahr 411 Personen (tot, verletzt, unverletzt) auf Skitouren. Die Hauptunfallursache der Verunfallten stellen Stürze mit 36 % dar, gefolgt von Unfällen durch Lawinen mit 26 %. Ein Sturz auf Skitour kann auch im Aufstieg in einem eisigen Hang fatale Folgen haben, v. a. wenn sich darunter ein Abbruch, Bachbett oder felsdurchsetztes Gelände befindet.

Ist die Schneeoberfläche wegen starkem Windeinflusses oder im Frühjahr durch gefrorenen, nassen Schnee harschig, d. h. glatt, hart und eisig kann man mit den Fellen leicht abrutschen. Auf der Bindung montierte Harscheisen wirken ähnlich wie Steigeisen und verhindern ein Abrutschen nach hinten und zur Seite. Das Gehen mit Harscheisen verlangt aber Konzentration und Technik. Harscheisen müssen rechtzeitig vor einem eisigen Hang angebracht werden, um  unnötiges und gefährliches „Herumzaubern“ zum Montieren der Harscheisen vermeidet.

Es ist auch zu empfehlen, gerade bei einer harten eisigen Schneeoberfläche, Handschuhe und ein langärmliges Oberteil zu tragen. Im Fall eines Sturzes oder Ausrutschens können somit schmerzlichen Abschürfungen durch die raue Schneeoberfläche reduziert werden. Der rechtzeitige Wechsel von Ski mit Harscheisen auf Steigeisen, kann die Situation enorm entspannen und erspart gefährliche Manöver in hartgefrorenen Hängen oder Passagen.


[Quelle: Skitourenfibel, Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit, 2012 – Bestellungen unter: www.alpinesicherheit.at/de/skitouren/]

Stand: 10.04.2018 - Fotos: © Kurt Winkler 
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