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Hochsaison - Skitour

„Skitouren“ wird als Überbegriff verwendet und umfasst neben den Ski-Hochtouren und Skitouren auch Touren mit Schneeschuhen, Snowboard, Telemarkski und anderen „sonstigen“ Schneesportgeräten. In den vergangenen 10 Jahren verunfallten (Tote, Verletzte, Unverletzte) im Durchschnitt 479 Personen pro Jahr auf Skitouren. Im Mittel (01.11.2008 bis 31.10.2018) wurden in Österreichs Bergen pro Jahr etwa 268 Personen auf Skitouren verletzt.

Im Zehnjahresmittel (01.11.2008 bis 31.10.2018) stellen bei den Verletzten auf Skitour Stürze die Hauptunfallursache mit 61 % dar, gefolgt von den Kollisionen mit 11 % und den Lawinen mit 10 % sowie Aufprall gegen Hindernisse mit 4 %. Bei den Todesfällen sieht dies im langjährigen Mittel üblicherweise anders aus. Hier ist der Hauptanteil der Todesopfer mit 54 % auf Lawinen zurückzuführen. Weitere 22 % kamen durch eine Herz-Kreislauf-Störung, 11 % durch Stürze und 9 % durch Absturz sowie 4 % durch andere Ursachen auf einer Skitour ums Leben. 

Ein Sturz auf Skitour kann auch im Aufstieg in einem eisigen Hang fatale Folgen haben, v. a. wenn sich darunter ein Abbruch, Bachbett oder felsdurchsetztes Gelände befindet. Ist die Schneeoberfläche wegen starkem Wind oder im Frühjahr durch gefrorenen, nassen Schnee harschig, d. h. glatt, hart und eisig kann man mit den Fellen leicht abrutschen. Auf der Bindung montierte Harscheisen wirken ähnlich wie Steigeisen und verhindern ein Abrutschen nach hinten und zur Seite. Das Gehen mit Harscheisen verlangt aber Konzentration und Technik. Harscheisen müssen rechtzeitig vor einem eisigen Hang angebracht werden, um unnötiges und gefährliches „Herumzaubern“ zum Montieren der Harscheisen zu vermeiden.

Es ist auch zu empfehlen, gerade bei einer harten eisigen Schneeoberfläche, Handschuhe und ein langärmliges Oberteil zu tragen. Im Fall eines Sturzes oder Ausrutschens können somit schmerzlichen Abschürfungen durch die raue Schneeoberfläche reduziert werden. Der rechtzeitige Wechsel von Ski mit Harscheisen auf Steigeisen, kann die Situation enorm entspannen und erspart gefährliche Manöver in hartgefrorenen Hängen oder Passagen. Anzuraten ist auch, dass man seine Steigeisen zu Hause auf die jeweiligen Skischuhe einstellt. Besser ist es in der „warmen Stube“, als mit kalten Fingern und unwirtlichen Bedingungen auf der Tour die Anpassungen vorzunehmen. Je nach Tourenziel bzw. Art der Skitour und Gelände kann auch die Mitnahme eines Leichtpickels, neben den Steigeisen, wertvolle Dienste auf einer Skitour erweisen.
Quellen: Skitourenfibel, Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit, 1. Auflage 2012.
analyse:berg - jahrbuch Winter 2018/19, Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit, 16. Ausgabe Winter 2018/19.

Publikationen

Die alpin:fibelreihe des Kuratoriums mit wertvollen Tipps für unterwegs: Skitouren, Erste Hilfe Fibel, Sportklettern u. a. – erhältlich unter: www.alpinesicherheit.at/de/fibeln/ oder bestellungen@alpinesicherheit.at
Das Magazin „analyse:berg - jahrbuch Winter 2018/19“  (Zeitraum: 1.11.2017 bis 31.10.2018) - Bestellung unter: www.alpinesicherheit.at/de/analyse-berg-Winter-2018-19.

oder Aboanalyse:berg - jahrbuchunter:  www.alpinesicherheit.at/de/analyse-berg-abo.

Das Magazin „analyse:berg – jahrbuch Winter 2018/19 ist seit Anfang Februar 2019 erhältlich. Inhalte der Winterausgabe sind z. B. Statistiken zu Skitour, Variante, Lawinenunfälle, Fahrerflucht auf der Piste, Expertisen von Alpinsachverständigen etc. Zudem beinhaltet das Magazin einen Beitrag aus dem Alpinforum zum Thema Versicherung am Berg sowie ein Interview mit Peter Aschauer und Harald Engländer (…).

Leseproben:

Statistik Skitour und Interview Peter Aschauer

Stand: 01.03.2019 Fotos News und Seite: © Regina Sterr
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