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Lawinen im Grünen & Gefahr: Spaltensturz Skihochtouren

ACHTUNG -Lawinen im Grünen!“
Lawinen können bis in Tallagen vorstoßen und Wanderer, Mountainbiker, Trailrunner u. a. Outdoorfans mitten in einer grünen Landschaft verschütten!
Aufgrund der aktuellen Neuschneefälle und des allgemein schneereichen Winters sowie zunehmender starker Durchfeuchtung der Schneedecke kann es dazu führen, dass (Nass-)Schneelawinen auch bis in die Tallagen vorstoßen können. Es kann auch dort auftreten, wo man absolut nicht damit rechnet, da die Lawinengefahr gedanklich weit weg und augenscheinlich nicht mehr präsent ist.
Besonders bei Gräben, Rinnen, Bachläufen etc. ist Vorsicht geboten. Der Blick nach oben in potenzielle Lawinensturzbahnen und rasches Queren ist zu empfehlen, so Karl Gabl, Präsident des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit.

ACHTUNG - Unterspülte Schneefelder:
Auch das Queren von schneegefüllten Bächen kann lebensgefährlich sein!
Die darüber befindlichen Schneefelder sind oftmals stark unterspült und können durch das Eigengewicht einer Person einbrechen.
GEFAHR - Spaltensturz Ski-(Hoch)touren
Die Ski-(Hoch)Tourensaison steht vor  der Tür bzw. ist voll in Gange. Achtung: Die Gefahr der Spaltenstürze darf auch nach diesem schneereichen Winter in Österreich nicht unterschätzt werden! Das Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit weist eindringlich auf die Gefahr von Spaltenstürzen hin. Die Unfallstatistik zeigt, dass diese ohne Seilsicherung auf vergletscherten Gebieten meist tödlich enden. Nur ein konsequentes „Gehen am langen Seil“ kann diese Gefahr bannen, so Karl Gabl, Präsident des Kuratoriums, Meteorologe und selbst Berg- und Skiführer.

Von den 130 Verunfallten (Tote, Verletzte, Unverletzte) auf einer (Ski-)Hochtour (1.11.2017 bis 31.10.2018) sind 85 Personen auf Gletschern und im Klettergelände (Grate) verunglückt. Ein Drittel der Verunfallten waren in diesem Gelände ohne Seil unterwegs. Vermutlich wäre der eine oder andere Unfall durch die (richtige) Seilverwendung bzw. durch das entsprechende Seilhandling vermeidbar gewesen.

Eine entsprechende Ausrüstung (Seil, Gurt, Eispickel u. a.) und das Können mit dieser umzugehen, ist unerlässlich wenn man sich auf Gletschern bewegt. Auf Kursen bei alpinen Vereinen kann dies erlernt werden oder man vertraut sich einer professionellen Führung an.

Bei Ski-(Hoch-)Touren im Frühjahr muss neben der Spaltensturzgefahr vor allem auch der tageszeitlichen Erwärmung Beachtung geschenkt werden. Die Temperatur schwächt die Schneedecke über den Spalten und die Gefahr von Nassschnee-Lawinen steigt.
Früh aufstehen ist die Devise, damit man sicher und bei bestem Firn zu Tal surfen kann“, rät Gabl.

Kontakt:

Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit
Mag. Regina Sterr
Olympiastraße 10, 6020 Innsbruck
ww.alpinesicherheit.at - regina.sterr@alpinesicherheit.at
Tel. +43 664 88 199 203

Experteninterview:
Prof. Dr. Karl Gabl, Präsident Österreichisches Kuratorium für Alpine Sicherheit, Tel. +43 664 2100879
Stand: 16.04.2019 - Fotos News und Seite: ©  Dagmar Walter & Alpinpolizei / BM.I
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