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Europas größte alpine Unfalldatenbank

EINLEITUNG

Die vorliegenden Darstellungen der Alpinen Unfallbericht sind auf Grundlage der Erhebungen des Bundesministeriums für Inneres (BM.I), des Österreichischen Bergrettungsdienstes (ÖBRD) und des ÖAMTC - Christophorus Flugrettung zustande gekommen. Besonderer Dank gebührt dabei den vielen Beamten der Alpinpolizei. In teils mühevoller Kleinarbeit werden nämlich alle Daten durch den Alpindienst der Polizei erhoben und systematisch zusammengestellt. Dass wiederum nicht alle Unfälle in die Statistiken Eingang finden, liegt am Umstand, dass viele Vorfälle nicht gemeldet und damit nicht bekannt werden. Weitere Erläuterungen zur Unfalldatenbank s. unten.
 

INDIVIDUELLE AUSKÜNFTE

Gerne stehen wir für individuelle Anfragen und Auskünfte zur Verfügung. Aus organisatorischen Gründen kann dies leider nur schriftlich erfolgen -  wir bitten Sie deshalb Ihre (möglichst detaillierte) Anfrage inkl.  Kontaktdaten an uns zu senden: 

regina.sterr@alpinesicherheit.at (Alpine Unfallstatistik) 
oder
dagmar.walter@alpinesicherheit.at (Geschäftsführung) zu senden.
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DEFINITIONEN - ERLÄUTERUNGEN ZUR ALPINEN UNFALLDATENBANK:

  • Erläuterung Statistik- Zeitraum: Die dargestellten Zahlen beruhen auf den Unfallerhebungen der Alpinpolizei. Unfälle mit tödlichem Ausgang werden lückenlos erfasst. Von der Alpinpolizei werden sämtliche gemeldete Ereignisse im alpinen Gelände unabhängig vom Verletzungsgrad erhoben. Im organisierten Skiraum, also im Bereich der Skipisten und Skirouten sowie Loipen, werden die Ereignisse nur dann erhoben, wenn Verdacht auf Fremdverschulden besteht oder der Unfall für einen der Beteiligten tödlich endet.
    Die jeweiligen Auswertungen spiegeln die Unfallzahlen zum Abfragezeitpunkt wider und geben keine Garantie auf Vollständigkeit. Einträge in der Alpinunfalldatenbank können auch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.
  • Die Unfalldatenbank stellt nicht die Gesamtheit der Unfälle dar, jedoch eine repräsentative Stichprobe der Gesamtheit. Somit können relevante Rückschlüsse für Interpretationen gezogen werden.
  • Verdacht auf Fremdverschulden: In der Regel besteht dies bei  z. B. Kollision, Aufprall auf ein Hindernis, Pistenrandunfällen, Liftunfällen oder Pistenrand bei schlechter Sicht nicht erkennbar. Trifft dies zu, erfolgt von der Alpinpolizei eine objektive Aufnahme (Fakten) und die Weitergabe an den Richter. In weiterer Folge entscheidet der Richter, ob er dies selbst beurteilt oder einen Sachverständigen hinzuzieht. Kollisionen gehen bei Verletzten oftmals mit Verdacht auf Fremdverschulden einher. Ein Verdacht auf Fremdverschulden ist dann der Fall, wenn man sich die Frage stellen kann: „Könnte dies den Staatsanwalt interessieren?“
  • Als Beteiligte oder Verunfallte werden alle Toten, Verletzten und Unverletzten aus der Statistik zusammengefasst.
  • Die Unfallfolge verletzt umfasst: leicht verletzt, schwer verletzt, unbekannt, Verletzung unbestimmten Grades, lebensbedrohlich verletzt und sonstiges.
  • Zeitperioden: Anzahl und Verteilung der Opfer variieren von Jahr zu Jahr. Um diese Unterschiede auszugleichen, wird oft das langjährige Mittel von zehn Jahren angegeben. Dabei handelt es sich um das arithmetische Mittel vom 01.11. bis zum 31.10. Zur Prüfung nach zeitlichen Veränderungen wird die erste Hälfte dieser Periode (5 Jahre) verglichen mit deren zweiten Hälfte (5 Jahre).
  • Aufgrund der Verwendung von Gleitkommazahlen (Rundungen) kann es zu geringen Abweichungen bei den Prozentwerten kommen: Z. B. kann anstelle der Summe von 100 % die Gesamtsumme nur 99 % betragen.
  • Die Bergsportdisziplinen werden folgendermaßen unterteilt:
    Zu den Klassische Winter-Bergsportdisziplinen: Eisklettern, Langlauf, Liftunfall, Piste/Skiroute (gesicherter Skiraum), Variante (ungesicherter Skiraum), (Ski-)Tour (inkl. Snowboard- und Schneeschuhtouren) sowie Rodeln.
    Klassische Sommer-Bergsportdisziplinen: Wildwassersport, Flugunfall, Kombinierte Tour/Hochtour, Höhlenunfall, Klettern/Klettersteig, Mountainbiking, Wandern/Bergsteigen sowie Seilgärten.
    Klassische Nicht-Bergsportdisziplinen: Jagd, Straßenverkehr, Suizid, Forstunfälle u. ä. und Sonstiges.
  • Signifikanz: Diskutiert werden in den Auswertungen in der Regel nur signifikante Unterschiede. Signifikant bedeutet, dass mit statistischen Tests (hier i.d.R. Equality of two proportions (3)) gezeigt wurde, dass die Unterschiede nicht nur zufällig sind, sondern es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um systematische Unterschiede handelt. Dabei wurde das übliche Konfidenzintervall p ≤ 0.05 verwendet.
  • „n“ (4) bezeichnet in den statistischen Auswertungen und Grafiken die Grundgesamtheit. Die Gesamtzahl kann bei der Unfallursache mit der Zahl der Opfer divergieren, da ein Beteiligter bzw. ein Opfer mehrere Unfallursachen haben kann. Dies trifft für die Unfallursache, die Verletzungsart und die Verletzungslokalisation zu.

Stand: 06.11.2018 - Foto: BM.I Alpinpolizei
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